Sprach- Sprech- und Stimmstörungen

bei Zerebralparese und /oder Mehrfachbehinderungen

Sprachstörungen sind die häufigsten Begleitsymptome der Zerebralparese oder anderen Mehrfachbehinderungen. Sie kommen durch Koordinations- schwierigkeiten im Bereich des Sprechapparates und der Sprechmuskulatur zustande. Dabei spricht der Patient mit Spastik z.B. wegen seinem hohen Muskeltonus langsam, mühsam und mit ungenügender Artikulation. Oft ist der Stimmumfang gering. Patienten mit schwachem Muskeltonus sprechen eher undeutlich, leise und verwaschen.

 

Bei schweren Behinderungen kommt der Patient manchmal nicht zur Ausbildung der verbalen Sprache. Dann muss nach Alternativen Möglichkeiten der Kommunikation gesucht werden. In der Therapie wird erörtert welche Form der „Unterstützten Kommunikation“ die beste für den individuellen Patienten ist. Es besteht die Möglichkeit mit Gebärden, mit Schrift, mit Bildern oder mit elektronischen Kommunikationshilfen zu arbeiten. So bekommt auch der Patient ohne Sprache die Möglichkeit mit seiner Umwelt in Kontakt zu treten. Bei vielen zerebralparetischen Kindern oder Kindern mit Behinderungen finden wir bereits Ess- und Trinkschwierigkeiten im Babyalter. Bei frühzeitiger Entdeckung lässt sich dies durch Logopädie entscheidend verbessern.

 

 

Zurück